Das TV flimmert,
Träume werden via Bild erfüllt,
oder im neuen Gefrierschrank-Werbespot auf Eis gelegt.
Das Gewinnfieber steigt,
wähle 013...,
und du verlierst zumeist pro Anruf
deine Chance im Geldbeutel.
Streits sprengen
die Lautsprecher des Flimmerkastens,
und am Ende wartet in der gestellten Doku
das Happy-End.
Jeder Sender schleudert im Vollwaschgang
dem Zuschauenden und Zuhörenden
die Worte mal leise und mal weniger leise ins Ohr.
Grimassen werden zu Fratzen,
und in der Werbepause lächelt dir
die neue Welt entgegen.
Magenetisierendes Hollywood
schafft Ablenkung,
und die TV-Macher zählen die Werbeeuronen.
Die neue Welt der TV-Psychopathie
kennt keine Grenzen.
Verbale Elektroschocks
und das Sehen wird zum Erstarren,
und manch ein Protagonist im TV merkt nicht,
wie er als Maschine in der neuen TV-Fabrik mitwirkt.
Der Puls sinkt oder steigt,
je nach Gefühlsebbe oder -Flut.
Das TV als Marktschreierexperiment,
und nicht immer wird die beste Ware feil geboten.
Filmkonserven ohne Haltbarkeitsdauer,
"friß oder zapp weiter",
nicht jede Konserve ist genießbar.
Neue Stars werden gesucht,
und durch den Medienfleischwolf gedreht.
Von applaudierenden Lobeshymnen
bis zur Darstellung
der unfreiwilligen neuen medialen Witzfigur,
aus den Reihen des Du und Ich,
TV-Macher kennen bei der "Ware" Mensch
kaum noch Grenzen.
Das TV als Zirkus oder Raubtierkäfig?
Doch die Raubtiere
befinden sich nicht in der Manege,
sondern sie bestimmen,
wer in der Manege auftreten darf.
Und die TV-Artisten stehen Schlange bei ihnen.
Gedankenwinde kennen keine Flaute,
das TV als Geschäft kämpft von Sender zu Sender
um den höchsten Einschaltquotenorkan.
Die GEZ lächelt,
und vor der Kamera
ist fast jeder und fast alles austauschbar,
nur der Zuschauer am TV-Gerät nicht.
"Profilierung..."
In manch einem Profilierungs(-wett)kampf,
landet die Schwäche eines anderen
unter dem verbalen Fallbeil.
"Auto(r) oder Auto(ren)bahn...?"
Stammt der Begriff "Autor" vom Wort "Auto" ab?
Nein, natürlich nicht.
Doch, was wäre wenn...!?
Vier Räder, welche die Worte zum Text hinfahren.
Ein Motor der Gedanken, der dies bewerkstelligt. Zumindest manchmal...
Motorschaden? Fehlendes Benzin? Möglich ist alles.
Ein Zündschlüssel, der verloren geht, und das Gefährt der Kreativität bleibt auf der Stelle stehen. Ein Schieben wirkt zu anstrengend, und die Worte quälen sich von Meter zu Meter.
Mit oder ohne Airbag? Ein Schutz für den Autor (aus "Autofahrer" wird nun einfach ein "Autor", welch ein schlecht-wortdesignt-wahnsinniger Gedanke), verleiht Sicherheit, denn es besteht bei vielen verschiedenen blechernen Vierrädlern und insbesondere den regelmißachtenden Fahrern Unfallgefahr.
Manch einer fährt mit der Droge "Neid", ein anderer dagegen schlingert agressivtrunken am Lenkrad hängend über die wortreichen Straßen. Die Mehrheit fährt jedoch nach den Regeln des Respekts und der Akzeptanz. Und manch ein Unfall entstand unbeabsichtigt aus einem Mißverständnis heraus.
Irgendwo torkelt die Antipathie über die Kreuzung, und die Sympathie fährt lächelnd im Bus über die Auto(ren)bahn.
Auto - Autor - Automat?
Ach, eine Dreier-Irrsinnskombi, passend oder unpassend. Rätselraten und weitere Kombinationen sind möglich.
Wo sind die Ampeln? Rot-Grün-Gelb, doch wenn einer Rot sieht, was geschieht dann?
Ein Rotor statt ein Autor dreht sich dann.
Umwälzung eines irrsinnigen Textes, geschrieben in einem halbwachen Zustand, und die Existenz meiner Denkfabrik mit ihren halbwachen hirnzelligen Arbeitern zeigt mir einen "Vogel".
Ein Konstrukt, dass sich wackelig präsentiert, und das Auto bleibt einfach stehen, und der Autor steht vor seinem Wägelchen und fragt sich, ob er dies doch lieber entsorgen sollte.
Sinn oder Unsinn, oder keines von beidem, Fragen werden gestellt, um beantwortet zu werden, doch wo bleibt der Mut zum Fragen? Meist nur Bei- und Mitfahrer fragen und reden. Um das Auto Herumstehende flüstern oftmals, oder betrachten in stillem Gedankenreichtum das Auto, oder den Autor, oder wie auch immer.
Der Gedankenhype fällt, und die Worte flüchten in den Untergrund, sonst erhält das verbeulte Auto noch den Namen "Fritz". Wieso "Fritz"? Mangelnde Kreativität ertränkte die Fantasie, so bleibts einfach beim "Fritz".
Das Vierrad des erwachsenen Schreibenden wird nun geparkt, obwohl Einparken nicht zu meinen Stärken gehört.
"Einparken" oder "Ein Park"?
Ein Park für Autoren, manchmal ists der stille Ort letzter Worte. Ohne Denkmal, ohne Rosen, einfach eine grüne Oase der letzten Kreativität.
Ach, ich mag übrigens Autoren, die als Beifahrer in ihrem Gefährt die Liebe mitfahren lassen.
Liebe bedeutet Menschlichkeit.